Operationstechnische/r Assistent/in - Voraussetzungen und Gehalt


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Operationstechnische/r Assistent/in - Voraussetzungen und Gehalt

Seit den 90er Jahren hat sich der Beruf operationstechnische/r Assistent/in als ein anerkannter Ausbildungsberuf in Deutschland erfolgreich etabliert. In operativen Zentren von Krankenhäusern und Kliniken sind operationstechnische Assistenten heute nicht mehr wegzudenken. 

Voraussetzungen für die Ausbildung und den Beruf

Die Deutsche Krankenhaus Gesellschaft (DKG) schreibt für die Ausbildung die mittlere Reife vor. Auch mit einem Hauptschulabschluss une einer zweijährigen erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung sind die Voraussetzungen erfüllt. Für einen Ausbildungsplatz bewerben kann man sich direkt bei einem lokalen Krankenhaus oder Klinik.

Weitere Kriterien die über eine erfolgreiche Bewerbung entscheiden: Gute schulische Leistungen in Biologie und Chemie werden von den Krankenhäusern gerne gesehen. Genauso gibt es einen großen Pluspunkt, wenn jemand ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Krankenhaus absolviert. Wichtige Sozialkompetenzen, die Bewerber für die Ausbildung mitbringen sollten: Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität und Belastbarkeit. Schichtarbeit sollte für euch kein Problem sein. Genauso sind Geschicklichkeit im OP-Raum von großem Vorteil, wie auch Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit.

Ausbildung in Krankenhäusern

Innerhalb der dreijährigen Ausbildung erhalten die Azubis 1.600 Stunden theoretischen Unterricht in sogenannten OTA-Schulen und ca. 3.000 Stunden praktische Ausbildung in den Krankenhäusern. Spezielle OTA-Schulen gibt es beispielsweise in Berlin, Hamburg, München und vielen anderen deutschen Großstädten. Sie lernen dort die hygienische Arbeitsweise in OP-Räumen kennen, lernen die Bedienung von technischen Geräten, planen Springertätigkeiten, und Eignen sich Wissen für Krisen und Katastrophensituationen an. Während der praktischen Ausbildung in Krankenhäusern lernen die Assistenten verschiedene Abteilungen innerhalb und außerhalb des Operationsraumes kennen, darunter Gynäkologie, Allgemein- und Abdominalchirurgie, Traumatologie, Ambulanz und Endoskopie.

Gehalt  während und nach der Ausbildung

Operationstechnische Assisstenten werden, genauso wie operationstechnische Angestellte, nach dem Tarifbereich im öffentlichen Dienst vergütet. Eine tarifliche Vergütung von monatlich 2.600 EUR brutto ist nicht selten. Auch die aktuelle Ausbildungsvergütung (Stand 2015) im öffentlichen Dienst (TVöD) lässt sich sehen:

1. Ausbildungsjahr: 976,00 EUR

2. Ausbildungsjahr: 1.037,00 EUR

3. Ausbildungsjahr: 1.138,00 EUR

Aufstiegschancen und weitere Informationen

Auf Ausbildungsmessen wie der nordjob oder vocatium informieren Krankenhäuser wie das Marien-Krankenhaus in Lübeck direkt vor Ort über die Ausbildung  für operationstechnische Assistenten. Interessierte können sich mit Fragen auf der Messe direkt an den Ausbildungsbetrieb wenden. Weiterhin empfehlen alle Betriebe durchgängig immer vor dem Ausbildungsbeginn ein Praktikum zu absolvieren. Nach der Ausbildung haben operationstechnische Assistenten sehr gute Aufstiegschancen. Diese werden enorm erhöht, falls man sich entschließt eine Fortbildung zum Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen zu machen, oder Medizin zu studieren.


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